Alles über Huginn

Huginn ist aus der Idee entstanden, eine Plattform für Hobbyisten zu schaffen, die sich in keinem Verein oder in keiner Interessengemeinschaft organisieren und sich durch die Leidenschaft an der Kultur und Geschichte der Wikinger und Sachsen verbinden wollen.

In der Vergangenheit war ich in Vereinen organisiert oder nahm am Vereinsleben nur passiv teil. Doch merkte ich bald, dass sich meine Interessen von denen der Vereine unterschieden. So trennte ich mich von ihnen und machte als "freier Wikinger" weiter. Dieser Schritt gibt mir nun auch die Möglichkeit, ein noch größeres Spektrum vom Leben und Treiben im Frühmittelalter zu zeigen. In einem Verein wäre dies
` nicht möglich gewesen.

Mein Hobby ist so umfangreich und vielseitig, dass ich mich immer noch weiterbilden werde, um noch mehr Kenntnisse vom Leben im frühen Mittelalter zu erwerben. Ich nehme deshalb auch weiterhin an Veranstaltungen teil. Aus diesem Grund arbeite ich mit anderen Gruppen, Vereinen und Interessengemeinschaften zusammen und werde von ihnen gern eingeladen. 

Damit ich mich nicht allein auf die zweidimensionalen Abbildungen aus Büchern stützen muss, besuche ich Museen und Ausstellungen zum Thema "Frühes Mittelalter" und kann dort die archäologischen Funde aus der Nähe betrachten, um sie detailgetreu nachbauen zu können. Der Besuch von Seminaren und Workshops gehört ebenfalls zu meinen Informationsmöglichkeiten. Dort kann ich die Techniken ausprobieren, die zur Herstellung von Replikaten benötigt werden. Außerdem ist es eine Möglichkeit, Gegenstände herzustellen, die ich aus Platzmangel nicht in der eigenen Werkstatt herstellen kann oder weil der finanzielle Aufwand für die Anschaffung spezieller Werkzeuge unverhältnismäßig groß wäre. Da ich die Werkzeuge für die Herstellung einiger Ausrüstungsgegenstände nicht besitze, lasse ich diese von anderen "Hobbyisten", die sich in dieser Materie auskennen, herstellen.

Für die handwerklichen Fertigkeiten wie Schmieden und Weben habe ich Lehrgänge besucht. Auf Grund dieser praktischen Erfahrungen, die man bei der Herstellung eines Gegenstandes erwirbt, weiß ich, wie ein Replikat funktioniert und wie es anschließend richtig benutzt wird.

Allein diese Aktivitäten reichen natürlich nicht aus, um das gesamte Spektrum an Informationen über das Leben im Frühmittelalter zu bekommen. Daher bin ich immer bestrebt, jede erdenkliche Quelle auszuschöpfen und das Wissen, das ich dadurch erhalte, in meiner öffentlichen Arbeit einzubringen. Ich denke meine Ziele sind nicht übertrieben, denn mein Anliegen ist hauptsächlich, den Kindern und Jugendlichen die Nordeuropäische Kultur und Geschichte der Wikinger und ottonischen Sachsen, sowie das Leben in diesen Kulturen näher zu bringen. Auch zeige ich gern dem interessierten Publikum in einer Live - Präsentation, wie der Alltag dieser Menschen aussah.

In meinem Lager sieht jeder Besucher, wie ein einfacher Handwerker damals gelebt haben könnte. Auch zeige ich, wie sie durch Ausübung eines Handwerks (z.B. Kochen, Handarbeiten oder Holzbearbeitung) ihren Lebensunterhalt bestreiten mussten, indem sie vor allem ihre eigens hergestellten Waren zum Tausch oder Handel anboten. Das alles will ich so authentisch wie möglich vermitteln, damit eventuelle Missverständnisse überarbeitet werden und das harte Leben der Menschen im frühen Mittelalter in den Vordergrund kommt.